Donnerstag, 18. Juli 2013

Wir essen Schweine statt Katzen, weil uns das Mitgefühl fehlt


Ich frage mich schon lange: Die meisten Menschen essen Fleisch – aber warum eigentlich? Und warum kommen manche Tiere auf den Teller, andere aber nicht? Gibt es eine unterschwellige Ideologie, die Menschen steuert – und ihnen das Mitgefühl nimmt?

Wie die vegane Aktivistin und Autorin von der Universität Massachusetts beschäftige ich mich seit Jahren mit der Frage, warum Menschen Tiere einteilen in essbar und nicht-essbar.

Die provokante These der Psychologin Melanie Joy:
„Stellen Sie sich vor, Sie sind zu Gast bei einer Dinnerparty. Sie finden das Gericht lecker und fragen den Gastgeber nach dem Rezept. Der sagt: Das Geheimnis ist das Fleisch. Es sind drei Pfund Golden Retriever.“ Zu diesem Gedankenexperiment fordert die US-Psychologin Melanie Joy die Zuhörer bei der DLDwomen auf. Und fragt das Publikum anschließend: „Was haben Sie gefühlt? Sie waren wahrscheinlich abgestoßen, Sie haben nicht mehr an leckeres Fleisch gedacht, sondern nur noch an ein totes Tier. Was sich verändert hat, war die Wahrnehmung des Tiers. Und die wird definiert von unserer Kultur.“

Warum liegen Teile vom Schwein auf dem Teller, aber kein Hund? „Warum wundern wir uns darüber nie?“, fragt die Psychologin. „Warum essen wir die Keule vom Lamm und nicht die von der Babykatze? Oder den Hühnerflügel, aber nicht den Schwanenflügel?“ Joy glaubt, dass eine Lücke in unserer Wahrnehmung schuld daran ist, dass wir diese Verbindung nicht herstellen können. „Als ich ein Kind war, habe ich nie darüber nachgedacht, warum ich mit der einen Hand meinen Hund streichle und in der anderen Hand ein Stück Hühnerflügel halte. Wie die meisten Leute liebte ich Tiere und wollte nicht, dass sie leiden. Wenn mir das jemand vor Augen hielt, sagte ich: „Lass mich in Ruhe, ich will doch nur essen.“

In ihrem Buch „Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen“ (Verlag: Compassion Media) will Joy erklären, warum Menschen Fleisch essen. Sie glaubt, dass dem Fleischkonsum eine Art unsichtbare Ideologie zugrundeliegt. Die wichtigste Überzeugung dieser Ideologie: Es ist natürlich und normal, Tiere zu essen. Joy nennt das „Karnismus“ (von Carne = Fleisch).
Die Psychologin erläutert die komplexen sozialen und psychologischen Mechanismen, durch die bestimmte Lebewesen in unseren Augen zu Lebensmitteln werden – und andere nicht. „Karnismus lehrt uns, gegenüber dem Tier nichts zu fühlen. Das führt zu Verleugnung. Wir denken nicht darüber nach. Es erscheint ganz natürlich, Fleisch zu essen. Und das müssen wir vor uns und anderen rechtfertigen.“

„Drei Ns der Rechtfertigung“

Die Expertin macht „drei Ns dieser Rechtfertigung“ aus: Fleisch zu essen sei „normal, natürlich und notwendig“. Dieser Mechanismus ist institutionalisiert und wirkt unterschwellig, ähnlich wie bei anderen Formen von Unterdrückung, zum Beispiel Sexismus, Rassismus oder Homophobie. Ein weiteres Gedankenexperiment: Joy ersetzt den Satzteil „Fleisch essen“ durch Begriffe wie Sklaverei, Unterdrückung von Frauen oder heterosexuelle Partnerschaft, lässt aber die Begriffe „normal, natürlich und notwendig“ stehen. So zeigt sie, wie sich früher einmal fest verankerte Rechtfertigungsmechanismen im Lauf der Zeit verändert haben.

Sie hat auch Zahlen parat: 14 269 Tiere werden in jeder Minute in der EU in der Nahrungsproduktion getötet – Fisch nicht mitgezählt. Laut der Autorin stammen 95 Prozent aus abgeschotteten Zuchtbetrieben – „deshalb sehen wir sie nie“. Joy fordert dazu auf, sich klarzumachen, dass Schweine intelligenter sind als Hunde, und Kühe lebenslange Bindungen mit ihren Nachkommen haben Das Ziel der Aktivistin: “Ich will auf diese Dinge aufmerksam machen. Ich will nicht schockieren, aber um sich das bewusst zu machen, muss man es sehen.“
Wie recht sie hat. Diese Doppelmoral... Einerseits heißt es "Du sollst nicht töten". Es gibt Tierschutzgesetze. Und dann töten 'wir' Milliarden Tiere, um sie zu essen. Aber wir essen nicht alle Arten. Es gibt Tiere, die mehr wert sind als andere. Ist das richtig? Ist ein Hund mehr wert als eine Kuh? Oder ein Hamster mehr als ein Huhn? Wir essen Küken und Hühner. Aber Kätzchen essen wir nicht. Warum ist das so?

Natürlich ist es anerzogen. Wie so vieles. In anderen Ländern wird Hund als Delikatesse serviert.
Ausblenden von Mitgefühl. Das gibt es ja nicht nur in Bezug auf 'Nutztiere'. Wir blenden auch aus, dass für die tolle neue Jeans Menschen für Hungerlöhne schuften und dabei krank werden. Wir sehen gut weg, wenn es um die Heerscharen von Billigstlöhnern geht, die täglich vor unseren Augen ihre Arbeit tun - Putzkolonnen, Paketausfahrer, Leiharbeits-Sklaven. Wir wollen nicht wissen, dass für unser schickes Sideboard Regenwald weichen muss. USW.

Es entlockt einem schon ein Schmunzeln zu sehen, wie die einschlägigen Vertreter des homo sapiens ihre Fettgier zu rechtfertigen suchen. Schmatzend hängen sie da mit dem Kopf im Fleischteller, um ihre Arteriosklerose anzufüttern - während die Tiere in den Tierfabriken buchstäblich die Hölle durchmachen. Eine der schlimmsten aller Sünden ist die menschliche Gleichgültigkeit - von wegen Zivilisierung und so. Offenbar ist es an der Zeit, dass seitens der Natur eine Korrekturmaßnahme ergriffen wird, die unsere Population auf einen naturverträglichen Level absenkt. Womöglich setzt dann ein Umdenken ein, welches einer modernen, zivilisierten Gesellschaft angemessen wäre.

Die Autorin sagt zwar sie möchte nicht schockieren, tut es aber trotzdem. Ich bin ich ähnlicher Meinung, um den Menschen bewusst zu machen, was eigentlich da alles abgeht muss man schockieren.

Mir persönlich geht es gar nicht darum, die Menschen vom Fleischfressen abzubringen. Ich möchte nur, dass sie wissen, was sie ihrem Körper und der Welt damit antun. Denn es gibt viele Kinder UND JUGENDLICHE die nicht einmal wissen dass sie Lebewesen essen. Geschweige denn, dass sehr sehr seeeeehr viele Leute denken, dass man ohne Fleisch gar nicht überleben kann. Von Zivilisationskrankheiten und ihren Ursachen hingegen noch nie etwas gehört haben oder wie so oft unterdrücken.

Pro und Kontra von Fleischkonsum... Ein Endlosthema.







Quelle: http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/provokante-vegane-thesen-bei-der-dld-women-2013-warum-essen-wir-schweine-und-keine-katzen_aid_1045351.html

Montag, 8. Juli 2013

KLEINES BIO-EINMALEINS

Für Bio-Lebensmittel gilt zum Beispiel:
  • Es werden keine chemischen Mittel gegen Unkraut und Schädlinge gespritzt.
  • Es wird kein Kunstdünger verwendet. 
  • Die Tiere werden artgerecht gehalten.
  • Tierarzneimittel im Futter sind verboten, kranke Tiere werden möglichst mit pflanzlichen oder homöopathischen Heilmitteln behandelt. 
  • Gentechnik ist tabu. 
  • Die Lebensmittel dürfen nicht bestrahlt werden. 
  • Es werden weder Farbstoffe noch naturidentische oder künstliche Aromastoffe verwendet.

Ist Bio teurer?Ja – zumindest auf den ersten Blick. Aber der Bio-Anbau setzt auf umweltschonende Methoden. Dadurch werden Boden, Wasser und Luft weniger belastet als in der konventionellen Landwirtschaft. Tiere werden artgerecht gehalten. Es entstehen so geringere Folgekosten für uns alle. Der Bauer hat durch all das aber einen niedrigeren Ertrag, deshalb muss er seine Produkte teurer verkaufen. Im Bio-Supermarkt finden Sie dennoch relativ günstige Produkte, weil dort größere Mengen umgesetzt werden. Übrigens: Wir geben heute durchschnittlich nur noch rund 14 Prozent unseres Einkommens für Lebensmittel aus. 1952 waren es noch 46 Prozent. [Quelle: Statistisches Bundesamt 2011]

Sieht Bio anders aus?Vielleicht entdecken Sie eine Apfelsorte, die Sie noch nie gesehen haben. Oder Sie können bei den Kartoffeln zwischen fünf höchst unterschiedlichen Sorten wählen – von feinen Hörnchen bis zu dicken, mehligen Knollen. Die Trockenaprikosen sind dunkel, weil nicht geschwefelt, und der Fruchtsaft hat seine natürliche Farbe. Aber auf den ersten Blick bemerken Sie oft keinen Unterschied.

Ist Bio drin, wo Bio draufsteht?Ja. Denn BIO ist gesetzlich geschützt. Bio-Produzenten werden bei Kontrollstellen – vergleichbar dem TÜV – gemeldet und mindestens einmal im Jahr kontrolliert. Die Nummer der Öko-Kontrollstelle finden Sie auf jedem Bio-Produkt. Jeder Bio-Bauernhof ist registriert. 

Wie viel Bio gibt es in anderen europäischen Ländern?Schweden, Österreich und die Schweiz sind schon weiter als wir: Über zehn Prozent der landwirtschaftlichen Fläche werden dort biologisch bearbeitet. Und die Dänen, Österreicher und Schweizer geben durchschnittlich mehr für Bio-Lebensmittel aus als wir. [Quelle: FiBL 2011] Es gibt also noch viel zu tun!

Riecht Bio anders?Wenn Sie mit verbundenen Augen in einen Bio-Supermarkt geführt werden – wetten, dass es dort anders riecht als beim Discounter? Hier riechen die Lebensmittel nach sich selbst – es werden keine Raum-Deos oder parfümierte Putzmittel benutzt. Das sind wir nicht mehr gewohnt. Vorherrschend ist der Duft nach Getreide, Gewürzen und Tee. Achten Sie einmal darauf.

Wie viel Bio-Landbau gibt es bei uns?Zirka sechs Prozent der Landwirte in Deutschland sind Bio-Bauern, sie bearbeiten knapp sechs Prozent unserer landwirtschaftlich genutzten Fläche. Ein Bio-Bauer in Deutschland hat einen rund 60 Fußballfelder großen Betrieb und ernährt damit 100 Menschen. Das macht bei 22.200 Bio-Bauern 2.220.000 Menschen. [Quelle: BÖLW, AMI 2011]

Donnerstag, 13. Juni 2013

Milchtrinker sind Mutanten

Sehr interessanter Podcast vom WDR. Gut gemacht, spannend, sachlich...


AntiSPE


"GEGEN SPEziesismus" - Der Begriff "Speziesismus" wurde Anfang der 70er von Richard Ryder geprägt und beschreibt kurz gesagt die Diskriminierung und Ausbeutung eines Individuums aufgrund seiner Artenzugehörigkeit.

Durch die seit Jahrtausenden vorgenommene Zweiteilung von "Mensch und Tier" bedarf es keinerlei gesellschaftlicher Rechtfertigung, ein Schwein zu schlachten, Kühe als Milchmaschinen und Hühner als Teil einer Eierfabrik zu betrachten. Die Spezies Mensch steht nach diesem Konstrukt weit über dem Tierreich und gilt nach wie vor als Legitimation, die Ausbeutung von Tieren auch im 21. Jahrhundert zu praktizieren.

Antispeziesisten wollen dieses vorherrschende Bewusstsein aufbrechen und entlarven diese altgewohnte Unterdrückungsform aufgrund willkürlicher Kriterien. Analog zu Rassismus und Sexismus unter "Menschen" wird es Zeit die Diskriminierung von nichtmenschlichen Tieren abzuschaffen! Eine erste persönliche Konsequenz der Ablehnung des Speziesismus wäre somit der Verzicht auf tierische Produkte.

Es gibt ein hübsches Shirt von HUMAN ANIMALS.
Das ist ein weiteres kritisches Konzept von Tierrechtskünstler ROLAND STRALLER, das den altgewohnten Speziesismus unserer menschlichen Art umfassend reflektiert und in digitalen Grafiken interpretiert.

HUMAN ANIMALS ist im Gegensatz zu den bereits bekannten AVENGING ANIMALS Kollektionen eine weiterführende Serie. Regelmäßig wird ROLAND STRALLER in seinen Grafiken Fragen diskutieren, die auf Fakten unserer menschlichen "Artenarroganz" beruhen.

Ein künstlerisches Plädoyer für Tierrechte und die Gleichbehandlung empfindungsfähiger Lebewesen.


Donnerstag, 6. Dezember 2012

Weihnachtsluft

Luftkunst
Um gleich daran anzuknüpfen möchte ich noch kurz von meinem ersten Weihnachtsluftgeschnuppere erzählen... Ich durfte auf einem kleinen aber feinen Weihnachtsmarkt mit einem Ständchen vertreten sein. Weihnachtsluft, weil wir hier im Luftkunstort Amberg ein gewisses Fabel für besondere Lüftchen haben... hmm das hört sich jetzt fast etwas komisch an haha... jedenfalls haben wir ein wundertolles Luftmuseum und in diesem findet alljährlich ein Adventsmarkt statt und ich durfte dieses Jahr auch vertreten sein! Tolli!

Hier ein paar Bilder, achja ich war sogar mit einem Bild (wenn auch nicht das Schönste ;)) in unserer Zeitung vertreten!
















alles neu macht der November

Nach langer langer Pause versuche ich jetzt doch mal wieder regelmäßiger ein paar Posts rauszuhauen, heute mit einem schönen Zitat:

"Seit der Erfindung der Kochkunst essen die Menschen doppelt soviel wie die Natur verlangt."
- Benjamin Franklin


Montag, 17. September 2012

Vegetarier, Fisch und Hähnchen - Klein Mimmy entdeckt die Welt, heute mit der Folge dreimilliardenfünfhundertdrölf

So, heute muss ich endlich mal wieder etwas für euch schreiben. Es geht um das lange und breit diskutierte Thema 'Vegetarier'. Da ich jetzt etliche Jahre den Satz 'aber Fisch isst du schon' nicht mehr gehört hatte, dachte ich eigentlich, dass die Menschen inzwischen wissen was es heißt vegetarisch zu leben.

Natürlich wurde ich (wiedermal) eines Besseren belehrt .____.'
Thema war natürlich: Was essen Vegetarier überhaupt? Was essen sie, wenn alle anderen Schweinebraten essen? - Vielleicht Sushi? - Ja, aber nur vegetarisches. - Ist Sushi nicht immer vege... - NEIIIIN da ist Fisch drin!!

Leider gibt es Viele, die sich als Vegetarier bezeichnen und trotzdem Fisch essen. Ich verstehe nicht warum die Leute immer solche Unterschiede machen. Sie leben nur im Wasser, sind aber genauso Tiere wie ein Schwein, Hund oder Pferd. Und deswegen esse ich auch keinen Fisch.

Sir Paul zeigt Mitgefühl selbst für die kleinsten Lebewesen: „Vor vielen Jahren war ich einmal Angeln und als ich den armen Fisch einholte, wurde mir klar, dass ich dabei war, ihn zu töten – nur für eine vergängliche Gaumenfreude. Da hat irgendwas in mir Klick gemacht. Als ich ihn so sah, wie er nach Atem rang, wusste ich, dass ihm sein Leben in diesem Moment genauso wichtig war, wie mir meines.“


Es gibt verschiedene Arten von Vegetarier und da die Menschen immer einen Namen für ihr Baby brauchen, gibt es verschiedene Definitionen. Grundsätzlich kommt das Wort Vegetarier vom lateinischen Wort vegetus, das «ganz, gesund, frisch oder lebendig» bedeutet, wie zum Beispiel in dem alten lateinischen Ausdruck homo vegetus – ein körperlich und geistig starker Mensch.

Allen Vegetariern gemeinsam ist, dass sie keine Produkte konsumieren, für die ein Tier getötet werden musste. Sie werden in vier Hauptgruppen unterteilt:


Ovo-lacto-Vegetarier
Essen nichts, was aus dem Körper getöteter Tiere hergestellt wird, also keine Wurst, kein Geflügel, keinen Fisch, keine Gelatine, keine Schlachtfette usw.
Lacto-Vegetarier
Essen zudem auch keine Eier.
Ovo-Vegetarier
Konsumieren zwar Eier, aber keine Milchprodukte.
Veganer
Meiden alle tierische Nahrung (auch Milch, alle Milchprodukte und Honig) und vermeiden in der Regel alle tierischen Produkte (Lederjacken usw.).


«Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, solange es lebt.»  M.L. Holzer-Sprenger

Da natürlich auch das Baby "ich esse Fisch aber kein Fleisch" einen Namen hat, will ich kurz darauf eingehen. Der «Pescetarier» verzichtet auf den Verzehr des Fleisches gleichwarmer Tiere, nicht jedoch auf Fisch. 
Pescetarismus (von lat. piscis Fisch) ist eine Ernährungsweise, die gelegentlich als Teilgebiet des Vegetarismus angesehen oder sogar mit ihm verwechselt. Dieser Irrtum geht vermutlich auf ein Missverständnis zurück, welches den Vegetarismus als Verzicht auf Fleisch als Teile gleichwarmer Tiere (zu denen Fische nicht gehören) definiert. So wird der Pescetarismus manchmal auch als Ovo-Lacto-Pesco-Vegetarismus, Ovo-Lacto-Pisce-Vegetarismus oder verkürzt als Pesco-Vegetarismus (Pesci-Vegetarismus) bezeichnet.

So, genug kluggeschissen für heute ;) Noch Fragen? Bitte immer gerne!

Quellen: http://www.vegetarismus.ch, http://de.wikipedia.org/

Donnerstag, 23. August 2012

bääm... bubble tea selbstgemacht!


Bubble Tea lecker fein, von allen geliebt und hart in der Kritik!

Das Trendgetränk Bubble Tea kämpft um seinen Ruf: zu viele Kalorien, gefährlich für Kleinkinder und jetzt wurden auch noch verbotene Chemikalien in gekauften Bubble Teas entdeckt. Wie gut, dass es gesunde, kalorienarme und geldbeutelfreundliche Bubble-Tea-Rezepte als Alternative gibt.

Foto: Thomas Neckermann
Das Beste am Bubble-Tea sind die Kügelchen, die durch extrabreite Strohhalme aufgesogen werden. Und genau diese Aromakugeln sind jetzt in die Kritik geraten: Wissenschaftler der Hochschule Aachen haben neun Sorten einer Bubble-Tea-Filiale in Mönchengladbach untersucht. Sie fanden in den Kügelchen giftige Substanzen wie Styrol und Acetophenon. Stoffe, die bei der unsauberen Herstellung von Aromastoffen entstehen können.

Dabei wurde Bubble Tea ursprünglich einfach nur mit Tapiokaperlen verfeinert, das sind kleine, relativ geschmacksneutrale Stärke-Kügelchen, hergestellt aus den Wurzeln der Maniok-Pflanze. Bubble Tea kommt aus Taiwan, dort war er schon in den 80er-Jahren beliebt als Mix aus Tee, Milch und Eis, später kamen dann die Tapiokaperlen dazu. Mittlerweile ist Tapioka nur ein mögliches Topping unter vielen, Geleestückchen zum Beispiel oder sogenannten "Boba Pops": mit Fruchtsirup gefüllte Alginatkugeln, die beim Kauen zerplatzen.

Bei den modernen Kügelchen sorgen meist Aromen und Farbstoffe für Geschmack und Optik. Und die 50 bis 90 Gramm Zucker pro Becher (Stiftung Warentest) sind auch nicht ohne: bis zu 500 Kalorien.

Gut, dass man Bubble Tea jetzt auch selbst machen kann - mit Tapiokaperlen aus dem Asialaden oder Perlsago aus dem Supermarkt und ohne künstliche Aromen oder Farbstoffe. Zusätzliches Plus: Ein Glas selbstgemachter Bubble Tea enthält nur 65 Kalorien (German-Orange-Bubble-Tea) bzw. 90 Kalorien (Matcha-Vanilla-Bubble-Tea).

Rezept für German-Orange-Bubble-Tea (rechts im Bild)

Zutaten für 6 Portionen

50 g Perlsago (von Müller’s Mühle)
3 Teebeutel "Spanischer Cataluña Orange-Traube" (von Meßmer)
2 EL Granatapfelsirup
200 ml frisch gepresster Orangensaft (Kühlregal)
1 Handvoll Crushed Ice oder Eiswürfel

Zubereitung

400 ml Wasser aufkochen. Perlsago unter ständigem Rühren zugeben, aufkochen und etwa 18–20 Minuten bei kleiner Hitze zugedeckt garen, bis das Sago weich, aber noch kugelförmig ist. Bei zu langer Kochzeit wird es breiig.
Teebeutel in ½ l siedendes Wasser geben, 8 Minuten ziehen lassen, herausnehmen. Den Tee kalt stellen.
Perlsago in ein Sieb abgießen, kalt abspülen und in die Gläser geben.
Tee, Granatapfelsirup, Orangensaft und Crushed Ice in einem Standmixer einmal kurz aufmixen und sofort auf die Gläser verteilen.

Pro Glas ca. 65 kcal, E 1 g, F 0 g, KH 14 g

Tipp: Perlsago ist eigentlich ein Bindemittel für Fruchtsuppe, Grütze oder Pudding, eignet sich aber auch prima als Ersatz für Tapiokaperlen.

Rezept für Matcha-Vanilla-Bubble-Tea (Bildmitte)

Zutaten für 6 Portionen

1 Bourbon-Vanilleschote
50 g grüne Tapiokaperlen (Asialaden)
½ l Reis-, Hafer- oder Soja-Reis-Drink
2 TL "Matcha for Cooking Tsuki" oder "Matcha Hikari" (von Aiya)
2 EL Ahornsirup
2 Handvoll Crushed Ice oder Eiswürfel

Zubereitung

½ l Wasser aufkochen. Tapiokaperlen unter ständigem Rühren zugeben, aufkochen und bei kleiner Hitze 35–45 Minuten zugedeckt kochen.
Reisdrink, ausgekratztes Vanillemark und Vanilleschote aufkochen. Von der Kochstelle nehmen und das Grünteepulver unter Rühren hineingeben. Abkühlen lassen.
Tapiokaperlen abgießen, kalt abspülen und bis zur Verwendung in kaltes Wasser geben.
Teemischung, Ahornsirup und Crushed Ice in einem Standmixer in kurzen Intervallen schaumig mixen. Tapiokaperlen abgießen, auf die Gläser verteilen und mit Tee auffüllen.

Pro Glas ca. 90 kcal, E 2 g, F 1 g, KH 16 g


Dienstag, 31. Juli 2012

verkochtes Gemüse

Ich hab hier etwas gefunden, das sehr schön verdeutlicht, was das Kochen mit dem Gemüse macht:



Samstag, 28. Juli 2012

om nom nom nom :3

Immer, wenn ich etwas sehe, was ich noch nie gegessen habe muss ich es einfach ausprobieren – schon alleine, weil ich den Gedanken nicht ertrage vielleicht das allerleckerste (natürlich vegetarische, am besten vegane) Essen der Welt zu verpassen. Oder noch schlimmer: es zu entdecken, sagen wir in 50 Jahren, um mich dann zu ärgern, dass ich es nicht schon mein ganzes Leben verspeist habe. Nee, nicht mit mir.

Freitag, 27. Juli 2012

neuer blog anderes thema

So liebe Leute, da ich jetzt freiberuflich als Pfadfinderin arbeite gibts einen neuen Blog zum Thema. 
Es wird lustiges, erwachsenes, methodisches und ausgearbeitete Gruppenstunden geben, alles was Frau und Pfadfinderin so gebrauchen kann.

Ich freu mich drauf!

wald-meisterin.blogspot.de



achja, der hier bleibt natürlich bestehen!

Mittwoch, 27. Juni 2012

Pizza Steinofen Eisenpfanne Backofen

Ich hab euch ja damals von der Pizza wie aus dem Steinofen erzählt. Leider hatte ich bisher keine geeignete Pfanne um das auszuprobieren.... :'(
Aber wie der verspätete Zufall so will :D gab es jetzt bei Netto ein Angebot, eine Eisenpfanne für 12,- €. Da musste ich zuschlagen!

Wie auch schon im Rezept beschrieben, gehört sich die Pfanne ordentlich eingebrannt. Empfehlungen zufolge (und da ich keine Dunstabzugshaube hab), werde ich das im Freien aufm Grill machen.
Auch wenn die Feuerwehrmenschen ganz nett sind, muss ja nich sein ;)

Dann also auf in den Garten! Bilder folgen...


Hier noch ein nettes Video der den Vergleich gut darstellt, bin gespannt ob das bei mir auch so klappt! ^.^


was wurde eigentlich aus 'Moni'?


Ja ich gebs zu, 'Moni' hab ich das Schaf getauft, weil das Schaf damals noch keinen Namen hatte (der bekannt war) und weil das Kind einen Namen brauchte. Medienwirksam und so.

Ich weiß, ich bin ich etwas spät dran, aber der Vollständigkeit halber hier ein Artikel:

Kunstaktion "Die Guillotine" zu Ende - Schaf "Norbert" lebt! - spiegel.de


Montag, 25. Juni 2012

Gibt es etwas Besseres als eine Tasse Kaffee?


Was braucht es, damit du dich „high“ fühlst? Greifst Du gewohnheitsmäßig zu Kaffee, alkoholischen Getränken, Zigaretten oder Zucker-Snacks (z.B. den Klassikern Schokolade, Gummi-Bärchen) um morgens in die Gänge zu kommen oder um den Energiepegel in einer Arbeitspause, zwischen zwei Sitzungen, vor dem Sport oder einer Party wieder in die Höhe zu treiben? Dann bist Du in bester Gesellschaft!

In einer durchschnittlichen Woche konsumieren die Amerikaner (als Beispiel für gut 300 Millionen „zivilisierte“ Menschen):
♣    1 Mrd. Tassen Kaffee
♣    3,4 Mio. Tassen Tee
♣    4,5 Mrd. gezuckerte oder koffeinhaltige Limonaden/Energiedrinks
♣    2,3 Mrd. alkoholische Drinks
♣    8,25 Mrd. Zigaretten
♣    400.000 Tonnen Industriezucker
♣    10 Mio. kg Schokolade

Oben drauf kommen noch die schweren Geschütze: 20 Mio. Tabletten Antidepressiva, der Rauch von 25 Mio. Joints und 1 Mio. Tabletten Ecstasy.
Egal, ob es zum Entspannen ist, für mehr Antrieb oder um sich einfach gut zu fühlen, klar ist, dass viele abhängig sind von folgenschweren Stimulanzien.

Unglücklicherweise wirken diese schnellen Mittelchen, an die sich viele gewohnt haben, nur recht kurz und verstärken langfristig erst recht die Grundprobleme Erschöpfung, Depression, schlechte Konzentration und Angst.

Gibt es Alternativen?
N-a-t-ü-r-l-i-c-h-!

Die Möglichkeit, sich ohne die genannten Stimulanzien gut zu fühlen ist zum Greifen nah. Es bedarf nur einer Übergangszeit, um sich von den alten, den Körper ausraubenden Gewohnheiten zu trennen und mit neuen zu ersetzen. Es gibt eine Reihe natürlicher Substanzen, die spürbar die Stimmung anheben, dem Stress die Anspannung nehmen und das Gedächtnis wieder auf Vordermann bringen. Und das alles in Harmonie mit Körper und Stoffwechsel.

Anstatt mit Stimulanzien Wohlbefinden und Genuss zu erzeugen, die nicht selten das gesunde Maß überschreiten, regulieren natürliche Substanzen in der Regel die körperlichen Mechanismen – vor allem die Neurotransmitter – in bzw. innerhalb der gesunden Zone ihrer Wirksamkeit. Außerdem kommt man von der Stimulation durch unbestreitbar ungesunde Mittel wie herkömmliche Schokolade und anderen Süßigkeiten weg.

Hier sind die Empfehlungen für natürliche „Highs“:

1. Nährstoffmängel ausgleichen
Nicht selten liegt dem Verlangen nach Stimmungsmachern und Konzentrationskrücken ein Mangel an Vitalstoffen, besonders Mineralstoffen und Spurenelementen, zugrunde. Zu den besten, weil vitalstoffreichsten, Ergänzungen der Ernährung gehören Algen. Beide Arten, die Süßwasseralgen Spirulina, AFA- und Chlorella und die Meeresalgen, wie KelpDulse oder Wakame, sind gleichsam empfehlenswert. Algen in Pulver- oder Tablettenform sind schnell und jederzeit einsetzbar; die getrockneten Meeresalgen eignen sich als Ergänzung von Smoothies, Gemüsegerichten und als herzhafte Snacks, der auch mal einen Kaugummi ersetzen kann. Außerdem können hier der mineralreiche Kakao und das Shilajit helfen. Letzteres weist einen hohen Anteil Fulvinsäure auf, das die Aufnahme von Mineralien im Darm ganz erheblich fördert.

2. Neurotransmitter I - Dopamin
Dopamin ist für geistige Wachheit, Lebendigkeit, Konzentrationsfähigkeit verantwortlich. Zu einer Verringerung der Wirkung/Konzentration von Dopamin führen: Trans-Fettsäuren, Zucker, künstliche Aromastoffe und Süßstoffe, Glutamat.
Ausgleichend wirken: Camu Camu, gesunde Fette (KokosölKokosbutterNüsseHanf, Rohmilchbutter), Bewegung, Vollspektrumlicht (natürlich [= Sonne] oder künstlich), ätherische Öle von Zitrusfrüchten und Minze.

3. Neurotransmitter II - Serotonin
Serotonin ist für emotionale Ausgeglichenheit und guten Schlaf notwendig. Umweltfaktoren, die einen Mangel bewirken können: Elektrosmog, negativer Stress als Dauerstress, Fehlen essentieller Aminosäuren (zu wenig unerhitzte Lebensmittel), ungenügendes Kauen und Nicht-Achten auf Hunger-Sättigungsgefühle, zu wenig Bewegung.
Ausgleichend wirken: Bewegung, Ruhezeiten, Camu Camu, Acai, Maca, Nüsse plus Nuss- und Samenmuse und Triphala. Andere Ayurveda-Gewürze wie AshwagandhaBrahmi, Kurkuma oder Dosha-wirksame Tees sollten am Besten erst nach Austesten, welches wirklich eine Unterstützung bietet, eingesetzt werden. Primär sollte immer das schwächste Dosha zuerst Förderung erfahren.

Dieser Artikel erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Natürlich gibt es weitere Maßnahmen, um Stress zu kontrollieren, die Stimmung und die Konzentration oben zu halten. Vor allem mit mentalen Methoden bzw. dem Überdenken des eigenen Tuns bieten sich hier sehr wirksame Veränderungsmöglichkeiten. Nur braucht es hier meist eine gute Zeit der Übung.

Michael Göhner, Ernährungswissenschaftler 


Donnerstag, 7. Juni 2012

selbstgemachtes

Nachdem ich im Mai schon lecker Waldmeisterbowle und Waldmeisterlimo aus dem 'hauseigenen' Waldmeister gemacht habe, ist nun Holunderblütensirup dran.


Dafür war ich heut im 'Wald' hab gleich noch den Erzbergerlebnisweg mitgenommen und ganz viele Holunderblüten gesammelt. Sirup ist angesetzt, hab so viele Rezepte gefunden, dass ich gar ned wusste welches ich machen soll, also hab ich 3 verschiedene Varianten ausprobiert. Mal schaun welches das leckerste wird.
Jetzt hab ich noch so viele Blüten übrig, dass ich morgen Küchln machen werd und Holunderblütengelee vielleicht auch noch. Ich freu mich schon so ^.^


Mittwoch, 6. Juni 2012

veganer und ihre milch

Ich habe etwas Nettes gefunden. Claudia von http://totallyveg.blogspot.de hat wahre Worte gesprochen. Es geht dabei um die Bezeichnung von veganen Produkten und die falsche Beziehung von Worten zu Produkten:


"Vegan bedeutet, dass alle Speisen keinerlei tierische Produkte enthalten, also kein Fleisch, Fisch, Geflügel, keine Eier, keine Milchprodukte (wie Butter, Sahne etc.).Solltet ihr auf Ihrem Blog dennoch auf Wörter wie "Butter", "Milch", "Mayonnaise" oder "Joghurt" stoßen, dann ist damit die vegane Version gemeint! Sie verwende diese Wörter bewusst. Was sie damit ausdrücken will, ist, dass vegane Produkte kein Ersatz oder billige Kopien irgendwelcher tierischer Produkte sind, sondern echte Lebensmittel, die auch richtige Namen verdienen.Weder das Wort Milch, noch das Wort Joghurt wurde von der Milchindustrie gepachtet (denn auch Kokosnüsse geben Milch!), und Butter bezieht sich oft nur auf ein Streichfett. Vegane Produkte haben es nicht nötig, mit Extra-Namen den Anschein erwecken zu müssen, als wären sie nur "Kopien" oder "Ersatz" oder "Abklatsch". Margarine wird beispielsweise oft als minderwertiges Produkt gesehen - nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein - warum dieses Vorurteil nicht ändern, in dem man sie vegane Butter oder Pflanzenbutter nennt?Vegane Produkte schmecken besser, sind gesünder, und obendrein die mitfühlendere Wahl. Darum nenne ich die Dinge beim Namen. :-)Vegan food is the real deal!

Sie hat oft das Gefühl, dass, wenn wir für vegane Lebensmittel "verhunzte" oder abgeleitete Namen von tierischen Produkten verwenden, den Eindruck vermitteln, sie wären von minderer Qualität oder nur eine schlechte Kopie. Anstatt für diese veganen Produkte neue Namen zu erfinden, versucht sie bewusst, auf den tierischen Ursprung mancher Lebensmittel hinzuweisen. Worte wie "Milch" oder "Butter" sind in unserer Vorstellung so vom Tier losgelöst, dass uns der Zusammenhang zur Kuh fast gar nicht mehr bewusst ist. Habt ihr schon mal probiert, vor anderen Menschen Milch (nicht die aus Soja) eben als Kuhmilch, oder als Tiermilch zu bezeichnen? Die großen Augen sind euch gewiss, hinter den Köpfen hört man es dann direkt rattern... Plötzlich wird es bewusst, WAS man da eigentlich trinkt, nur durch die neue Bezeichnung."
Wörter sind mächtig. Holen wir sie uns zurück.

Donnerstag, 26. April 2012

Rettet Moni das Schaf!


Kunst oder Mord? 

"Die Online-Abstimmung über die Hinrichtung des zotteligen Vierbeiners ist Teil ihres Experiments „Die Guillotine“. Was vermeintlich aussieht wie ein „großes Spielzeug“, stellt in ihren Augen die „kompakteste Reflektion der Gesellschaft“ dar. Und diese ist nunmal nicht nur farbenfroh und freundlich, sondern von Krieg, Tod und medialen Lügen bestimmt. Daher sahen die beiden Künstler es als ihre Pflicht an, eine Mordwaffe zu erschaffen, die diesen Kontrast repräsentiert."

Unter http://www.die-guillotine.com/ könnt ihr Moni das Schaf retten! 



Sonntag, 15. April 2012

Zitate aus verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte


Pythagoras (570 v.Chr. – 510 v.Chr.)
“Reichtum spendet die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung. Und sie gewährt euch Gerichte, die frei sind vom Mord und vom Blute.”

Leonardo da Vinci (1452 – 1519)
“Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.”

Mahatma Gandhi (1869 – 1948)
“Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.”

Albert Einstein (1879 – 1955)
“Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.”